buddha_banner
Buddha_gross

Impressum | Zur Thailandseite

Darstellungen und Bildnisse des Buddha

Wann es die ersten bildnerischen Darstellungen des Buddha gegeben hat, ist ungewiss. Man vermutet jedoch etwa die Zeit des 1. und 2. Jahrhunderts der westlichen Zeitrechnung, als sich Künstler daran machten, die Symbole um körperhafte Darstellungen des Erleuchteten zu ergänzen. In ihrer frühesten Phase war buddhistische Kunst anikonisch, kannte also keine Darstellungen des Buddha in menschlicher Gestalt.

Deshalb mangelte es den Künstlern freilich an Vorbildern, und so bemühten sie außer ihrer Fantasie auch Vorlagen, die aus den zu dieser Zeit griechischen Königreichen Afghanistan oder auch aus den westlichen zentralasiatischen Gebieten nach Indien und später dann auch nach Thailand kamen. Bereits in der indischen Zeit vermischten sich jedoch die westlichen Elemente mit jener des in Indien kreierten Gupta-Stils - es entstanden die klassischen Abbildungen des Buddha, wie man sie heute noch kennt.

Die Buddha- Ebenbilder und - Statuen sind keine »Götzenbilder«. Sie sind genaugenommen nur ein Hilfsmittel der Phantasie. Sie sollen dem Einzelnen beim Erreichen des »Buddha- Werdens« behilflich sein  der vollkommenen Erlösung vom Leiden. Wenn es nun auch eher um die Verehrung für das Wesen des Buddha als um die Anbetung des gegenständlichen Buddha- Bildes geht, so ist das jeweilige Buddha- Ebenbild selbst dennoch von hohem Wert und Kopflosgeheiligter Bedeutung.

Neuen Buddhafiguren wird auch heute noch nach alter Tradition in einer feierlichen Weihe Leben eingehaucht. Dabei werden neun symbolhafte Gegenstände in den Korpus eingebracht und dieser dann verschlossen. Eine aufgebrochene Statue ist wertlos, denn sie hat ihre Kraft verloren. Das gilt übrigens auch fur kopflose Buddhafiguren, die man besonders in der alten Hauptstadt Ayutthaya findet. Nachdem die Burmesen 1767 die Stadt eingenommen hatten, schlugen sie vielen Buddhafiguren die Köpfe ab.

 

Abstandpixel